Hannenheim I  (Buch)

 

Norbert von Hannenheim  –  Die Suche nach dem siebenbürgischen Komponisten und seinem Werk

Ergänzungen und Korrekturen des 2007 erschienenen Buchs

(Details)

 

von

Herbert Henck

 

 

Wie es mit einiger Regelmäßigkeit bei Veröffentlichungen geschieht, entdeckte ich auch bei diesem Buch über Norbert von Hannenheim im Nachhinein neue Quellen oder kleinere Irrtümer. Sie beeinträchtigen zwar das Gesamtbild nicht, stören indes aber die Lektüre, wenn nicht gar weitere Forschungen. Da aber keine Publikation mehr leisten kann, als das zu einer bestimmten Zeit Bekannte festzuhalten, bietet sich das Internet an, Ergänzungen oder für notwendig erachtete Korrekturen unmittelbar an die Leserschaft weiterzureichen. Es kommt an dieser Stelle jedoch fast nur Sachliches zur Sprache, und ästhetische Korrekturen werden in einer zweiten Auflage sichtbar werden oder nicht. Alle Ergänzungen wurden nach Erscheinen des Buches vorgenommen (1. Referenzexemplar am 19.4.2007).


Literatur

 

 

S. 13, etwa Mitte der Seite, rechter Zeilenrand: „beispielsweise“ ersetzen durch „vergleichsweise“

S. 17, Fußnote 16: Der Tenor Karlfritz Eitel wurde in der Rheinischen Musik- und Theater-Zeitung als Schüler der berühmten Kammersängerin Lula Mysz-Gmeiner bezeichnet, der für das Jahr 1927/28 als Erster Heldentenor an die Städtische Oper in Essen an der Ruhr engagiert wurde (vgl. 28. Jg., Nr. 33/34, 24. September 1927, Seite 291, linke Spalte).

S. 20, erste Zeile: korrigiere „hätte“ zu „hätten“

S. 52: Zur Situation in Ungarn vgl. Fritz Fischer, Die Devisenzwangsbewirtschaftung in Ungarn in den Jahren 1931 und 1932, Bern, Univ. Jur. Fak., Diss. 1933, 64 S.

S. 58, Fußnote 146: „Musikerköpfe“ nicht kursiv (offenbar nicht als Titel gemeint)

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S. 69–76 (I)
Abschnitt Das Zweite Klavierkonzert in Wien beim 10. Musikfest der IGNM:

Im Oktober 2009 konnte mit Hilfe des Online-Findbuchs im Musikarchiv der Akademie der Künste in Berlin und hier im „Eduard-Erdmann-Archiv“ (Nr. 374, Klassifikationsgruppe 3.1: Personenkorrespondenz, „Eingegangene Postkarten“) eine Postkarte nachgewiesen werden, die am 19. Juni 1932 unmittelbar im Anschluss an das vorstehend genannte Konzert geschrieben worden war. (Für die freundliche Vermittlung einer Fotokopie danke ich Dr. Heribert Henrich, Berlin.)

Verfasst wurde die an Eduard Erdmann in Langballigau gerichtete handschriftliche Postkarte, deren Schriften mit den Schreibern wechseln und die den Wiener Poststempel des 20. Juni 1932 zeigt, vermutlich von Else Thalheimer (1898–1987), die sich als erste unterzeichnete. Dann folgen, zum Teil mit kurzen Grüßen und Gratulationen versehen, die Unterschriften von Heinrich Jalowetz, Else C. Kraus („die weibliche Klavierpranke“), Joachim Stutschewsky sowie von Norbert von Hannenheim. Der vorausgehende Text gibt mit wenigen Worten dem Bedauern Ausdruck, dass Erdmann, dessen Ständchen op. 16 für kleines Orchester mit auf dem Programm stand und ebenfalls von Heinrich Jalowetz dirigiert wurde, nicht hatte anwesend sein können. Die Postkarte ist einbezogen in die Webseiten über Else Thalheimer und ist dort auf der ersten Webseite an der durch Anm. [111] belegten Stelle zu finden.


S. 69–76 (II)
Abschnitt Das Zweite Klavierkonzert in Wien beim 10. Musikfest der IGNM:

Norbert von Hannenheims Klavierkonzert Nr. 2, dessen Uraufführung in Wien am 19. Juni 1932 erklang, sollte wahrscheinlich gleich anderen Stücken in die Reihe der Nürnberger „Kammerkonzerte zeitgenössischer Musik“ einbezogen werden. Dies geht aus einem mit „H. N.“ signierten Artikel im Prager Tagblatt vom 1. Oktober 1932 hervor (bibliografische Details unter Literatur: siehe hier). In dieser Vorschau des Programms wurde nämlich gesagt: „In den Nürnberger Kammerkonzerten zeitgenössischer Musik gelangen heuer zur Uraufführung […]. An Erstaufführungen sind vorgesehen: […] Norbert von Hannenheims zweites Konzert für Klavier und Orchester.“

Drei Wochen später wurden diese Informationen hinsichtlich des Programms in verkürzter Form auch in der Kölner Deutschen Musik-Zeitung vom 22. Oktober 1932 mitgeteilt (siehe hier), wobei als eingeplantes Werk erneut ein Klavierkonzert von Hannenheims, diesmal aber ohne Nummerierung genannt war. – Die in Aussicht gestellte Aufführung, die somit zumindest doppelt belegbar ist, scheint freilich nicht zustande gekommen zu sein, denn es ließen sich weder ein gedrucktes Programm noch eine Besprechung des Klavierkonzerts finden. Der Name Norbert von Hannenheims wurde daher möglicherweise nur in der Ankündigung verwendet. Über die Gründe, warum das Klavierkonzert ausfiel, gaben die Quellen keine Auskunft.

Die Gestaltung der Nürnberger „Kammerkonzerte zeitgenössischer Musik“ oblag damals Adalbert Kalix (1897–1956), der am 15. Februar 1897 in N(y)itra in Ungarn (heute Slowakei) geboren wurde und nach dem Krieg an der Stuttgarter Musikhochschule als Leiter der „Abteilung für darstellende Kunst“ tätig war. Er starb in Stuttgart am 15. August 1956 (Einwohnermeldekartei, C 21/IX Nr. 619), und eine Todesanzeige sowie ein Nachruf wurden in der Stuttgarter Zeitung Nr. 190 vom 17. August 1956 veröffentlicht. Dem Lebenslauf seiner Dissertation zufolge (s. u.) leitete A. Kalix die Nürnberger „Kammerkonzerte zeitgenössischer Musik“ seit ihrer Gründung im Jahre 1930. Christof Neidiger, Stadtarchiv Nürnberg, teilte mir dagegen mit, dass diese Konzerte „erstmals im Oktober 1931“ stattfanden (E-Mail vom 11. Juni 2008). Dabei stützte sich Neidigers Datierung auf den Fränkischen Kurier vom 2. Oktober 1931 (S. 4, unten), wo sich unter dem Titel Kammerkonzerte zeitgenössischer Musik ein ankündigender Artikel des Komponisten und Musikkritikers Wilhelm Matthes (1889–1973) befand. (Der Fränkische Kurier war damals die am weitesten verbreitete Tageszeitung im Raum Nürnberg.) Matthes habe dann im Rahmen des Konzerts einen Vortrag gehalten. Das erste Konzert sei aber bereits erfolgt gewesen, als im Fränkischen Kurier vom 22. Oktober 1931, S. 3, unter dem Titel Probleme zeitgenössischer Musik ein Artikel über Wilhelm Matthes’ Vortrag erschien. (Herrn Christof Neidiger vom Stadtarchiv Nürnberg sei vielmals gedankt für seine zahlreichen und sorgfältigen Auskünfte, die in diesen und den folgenden Absatz eingingen.)

Im Jahr darauf fand am 25. Oktober 1932 im Großen Saal des Kulturvereins ein Konzert mit Werken fränkischer Komponisten statt [zu denen von Hannenheim sicher nicht zählte, denn er war nicht in Franken geboren und hatte hier nie gewohnt]. Am Tag zuvor hielt der Musikkritiker des Fränkischen Kurier und Mitveranstalter der Kammerkonzert-Reihe Wilhelm Matthes (s. o.) im Hotel „Deutscher Hof“ einen Vortrag über die „musikalische Kultur in Franken“ (Fränkischer Kurier vom 17. Oktober 1932, S. 8; 23. Oktober 1932, S. 3; 24. Okt. 1932, S. 8; 26. Oktober 1932, S. 4: Bericht über den Matthes-Vortrag; 27. Oktober 1932, S. 3: Konzertbericht von W. Matthes). Bei dem Konzert am 25. Oktober 1932 wurde aber kein Werk von Hannenheims aufgeführt, und Eugen Kalix wirkte auch in der Veranstaltung nicht mit.

Adalbert Kalix’ Dissertation trug den Titel Studien über die Wiedergabe romantischer Musik in der Gegenwart an Schallplatten-Aufnahmen der Freischütz-Ouverture C[arl] M[aria] v[on] Webers, Nürnberg: Osterchrist, 1934, 70 S., [1] Bl., Erlangen, Universität, Diss., 16. Januar 1935 (Staatsbibliothek Berlin, Signatur: 1 in: Ah 8476-1935,3).  Die mündliche Prüfung dieser Promotion fand am 11. bis 12. Januar 1933 statt, die Urkunde zum Doktor der Philosophie datierte auf den 16. Januar 1935. Von Kalix ist in seiner Dissertation auch ein Lebenslauf wiedergegeben, aus dem unter anderem hervorgeht, dass er auch in Erlangen bei dem nachmals berühmten Dr. Eugen Herrigel Philosophie studierte und seit 1933 Kapellmeister am Nürnberger Opernhaus war. (Nach freundlichen Auskünften am 22. September 2010 von Herrn Dr. Clemens Wachter, Universitätsarchivar der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, der mir auch eine Kopie von Adalbert Kalix’ Lebenslauf zur Verfügung stellte.)  Die Konzerte fanden nach der Machtergreifung Hitlers auch weiterhin unregelmäßig statt; anlässlich der 10-Jahresfeier am 21. Oktober 1941 erhielt Adalbert Kalix für seine Verdienste vom Musikbeauftragten der Stadt Nürnberg, Stadtrat Dr. [Robert] Plank, eine Geschenkkassette überreicht (F 2 Nr. 47, S. 602).  Kalix meldete sich am 29. Juli 1943 von Nürnberg nach Bach (Kreis Ehingen) in Württemberg ab, und wahrscheinlich endete spätestens mit diesem Umzug auch die von ihm betreute Kammerkonzert-Reihe. (Freundliche Auskünfte von Christof Neidiger, Stadtarchiv Nürnberg, s. o.)

Der Pianist Eugen Kalix, geboren am 27. Dezember 1898 in N(y)itra in Ungarn [heute Slowakei], gestorben im September 1950 in Maracaibo [deutsch: „Neu-Nürnberg“ (Venezuela)], führte mehrfach moderne Werke unter dem Dirigat seines um ein Jahr älteren Bruders Adalbert auf. Eugen Kalix, über den auch Max Brod schrieb (M. B. [Max Brod], Konzert Franz Langer – Eugen Kalix, in: Prager Tagblatt, 56. Jg., Nr. 67, Prag, 19. März 1931, S. 5, Sp. [3] unter der Überschrift Konzerte), wurde unter anderen als Interpret von der „Deutschen Akademie in Prag“ für die am 1. Oktober 1932 angekündigten Kammerkonzerte im Prager Tagblatt bezeichnet (s. u.). Diese Akademie wurde 1920 als „Deutsche Akademie für Musik und darstellende Kunst in Prag“ gegründet; der Komponist Fidelio F. Finke (1891–1968) gehörte seit 1920 als Lehrer für Musiktheorie und Komposition dem Kollegium an, wurde 1926 zum Professor berufen und war ab 1927 (bis 1945) Rektor der Akademie. – Da Else C. Kraus, welche von Hannenheims Klavierkonzert Nr. 2 bereits als Uraufführung gespielt hatte, nicht erwähnt wurde, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Eugen Kalix die Solopartie in diesem Konzert übernehmen sollte.

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S. 77, Fußnote 230: „Singakad.[emie] Donnerst.[ag] 26. Jan.[uar], 7 ½ U.[hr]: | Konzert d.[es] Kontrabassvirtuosen | Prof.[essor] Josef | PRUNNER | Am Fl.[ügel]: Otto Ackermann. | Birkenstock-Moffat, Beethoven, Bach | Koussewitzky u. a.“, Inserat, in: Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung, 57. Jg., Nr. 37, Morgen-Ausgabe, Ausgabe für Berlin, Berlin: Rudolf Mosse, Sonntag, den 22. Januar 1928, S. [41], Spalte ganz rechts

S. 85, Fußnote 250, Zeile 5 von oben; in die Klammer nach 167 einfügen: „168,“

S. 91, Revision im Kapitel über die Werkanmeldungen von Hannenheims: Zu ersetzen ist der gesamte erste Absatz der Seite („Keine abschließende Klarheit” bis einschließlich „Unternummern tragen.“) durch nachstehend Eingerücktes. Der Text von Fußnote 271 bleibt unverändert (abgesehen von folgender Korrektur) und ist hier nicht nochmals wiedergegeben.

    Im Hinblick auf die neun Doppelnummern wie K 2.14 oder K 6.12, die hier tabellarisch in einer Neuordnung zusammengefasst sind, lassen sich folgende, einstweilen noch vorläufige Überlegungen anstellen:

                   1.)          K 2.14                              (HWa   8)
                   2.)          K 6.12                              (HWa 29)
                   3.)          K 6.14                              (HWa 30)
                   4.)          K 7.14                              (HWa 37)
                   5.)                              K 7.34          (HWa 38)
                   6.)                              K 7.35          (HWa 39)
                   7.)                              K 7.36          (HWa 40)
                   8.)                              K 7.37          (HWa 41)
                   9.)          K 10.13                            (HWa 56)

    Löst man die blaue Vierergruppe mit den Doppelnummern K 7.34 bis K 7.37 aus der Tabelle heraus, da ihr Zustandekommen eine eigene Erklärung fand (auf Seite 91 in Anm. 271), so bleibt eine rote und weniger systematisch aufgebaute Fünfergruppe übrig. An dieser fällt jedoch auf, dass hinter der Nummer des Bogens und dem Trennungspunkt nur die Nummern 12, 13 oder 14 auftreten. Das wegen seines sperrigen Formats wohl zumeist handschriftlich vom Komponisten ausgefüllte Formular könnte daher aus 12 vorgedruckten und nummerierten Zeilen bestanden haben, wobei prinzipiell jede Zeile für ein eigenes Werk diente und zur Angabe von Einzelheiten wohl zusätzlich unterteilt war. Zwar wären auch 11 auszufüllende Zeilen denkbar, doch ist die 12 wegen ihrer guten Teilbarkeit und Proportionierbarkeit auf dem Papier als Obergrenze wahrscheinlicher als gerade eine Primzahl.

    Nun könnte ein Komponist, der eine größere Menge Werke anmelden wollte, bei Ausfüllung des Bogens das Bedürfnis gehabt haben, auch nach den 12 vorgedruckten Zeilen fortzufahren und noch nicht erfasste Werke anzufügen. Die Gründe hierfür könnten sein, dass manche seiner Angaben entweder zu groß oder zu umständlich ausgefallen waren, dass seine Schrift stellenweise zu schwer leserlich war, Fehler unterliefen und Korrekturen erfolgten, etwas versehentlich verdoppelt oder missverständlich formuliert war, so dass eine Streichung und Neufassung erforderlich wurde, und anderes mehr. All dies könnte die Zählung der Werke auf dem Bogen bereits beeinträchtigt haben und zu Um-Nummerierungen geführt haben. Blieben dann aber nur ein oder zwei Werke übrig, so mag der Komponist, um nicht einen weiteren Anmeldebogen zu gebrauchen (oder weil er keinen leeren Bogen mehr finden konnte), die vorgedruckte Zählung fortgesetzt und auf freiem Raum die verbliebenen Werke angefügt haben, auf die sich die Bogen-Verweise fortan bezogen.

    Dieses Vorgehen würde beispielsweise erklären, warum es keine Karteikarten mit den Anmeldebogen-Nummern von K 10.1 bis K 10.12, sondern nur ein K 10.13 gibt, denn die Nummern 1 bis 12 waren infolge des Vordrucks klar leserlich, und ihre Zuordnung war problemlos. Im Fall von K 6.12 könnte ein früherer Eintrag mit derselben Nummer, warum auch immer, gestrichen und neu ausgeführt worden sein, sofern die Anmeldebogen nicht nur über 11 – anstelle von 12 –  nummerierten Zeilen verfügten; erhalten haben sich die Werkanmeldungen HWa 53, 54, 55 und 56 mit K 10, und diese vier Werke könnten auf einem eigenen Bogen angemeldet worden sein. Die Doppelnummer scheint, trotz des Vorliegens von nur wenigen Karteikarten mit einer solchen, jedenfalls erst dann herangezogen worden zu sein, sobald der Komponist beabsichtigte, mehr als 11 oder 12 Werke auf einem einzigen Bogen anzumelden.

    Die Einführung eines neuen Bogens in kleinerem Format, die etwa zwischen K 15 und No. 16 stattfand (vgl. den letzten auf S. 90 beginnenden Absatz), zeigt jedoch, dass man gelegentlich Mühe hatte, die Zuordnung von Karteikarte und Anmeldebogen ohne Zeitverlust herzustellen, so dass man die Mängel der alten Bogen schließlich in einem neu gestalteten Formular behob und für jedes Werk einen eigenen Bogen vorschrieb.

    Zwar erscheint das genannte Verfahren theoretisch weitgehend stimmig zu sein, doch kann erst das Vorliegen eines originalen großen Anmeldebogens letzte Klarheit über seine Anlage erbringen. Zu berücksichtigen ist auch, dass selbst bei richtigen Annahmen hinsichtlich der Doppelnummern mehrere Karteikarten verloren gegangen sein müssten, wobei nun aber gerade die Doppelnummern dazu dienen könnten, bestehende Lücken kenntlich zu machen und heute fehlende Karteikarten anzuzeigen. Um hierbei zunächst die Extreme zu bezeichnen: Auf den Bogen K 10 sind neben der Doppelnummer nur 3 weitere Karteikarten bezogen: hier würden also maximal die 9 Karteikarten zwischen 3 und 13 fehlen; während auf den Bogen K 2 nicht weniger als 11 Karteikarten und eine Doppelnummer verweisen, wodurch theoretisch 1 Karteikarte fehlen würde. K 6 und K 7 liegen mit 4 bzw. 6 verweisenden Karteikarten zwischen diesen Extremen, was bedeutet, dass 8 bzw. 6 Karteikarten fehlen. Weitere Karteikarten könnten verloren gegangen sein, deren Doppelnummerierung oberhalb des höchsten erhaltenen Verweises steht. Beispielsweise ist bei K 6 der höchste erhaltene Verweis K 6.14; ging nun aber eine Karteikarte verloren, die auf den Meldebogeneintrag K 6.15 Bezug nahm, so kann diese Nummer, da weder die Karteikarte noch der Anmeldebogen selbst vorliegen, nicht mehr in Erscheinung treten.

S. 91, Fußnote 271: Keine Unterstreichung bei HWa 39, 40 und 41

S. 93, oben: Keine Unterstreichung von „84“

S. 97, unter der Überschrift Die sechs verlegten Werke: fehlendes Komma im zweiten Satz hinter „erscheinen“

S. 123, Fußnote 293 [zum Preis der Hertzka-Stiftung]: Vgl. ferner die unsignierte Meldung Kunst und Künstler in: Deutsche Musik-Zeitung (Rheinische Musik- und Theater-Zeitung), hg. von Gerhard Tischer, 34. Jg., Nr. 9, Köln: Tischer & Jagenberg, Juni 1933, S. 78, linke Spalte (letzter Absatz)

S. 138–177: Von Lars Werdenberg (Allschwil bei Basel) erhielt ich am 4. Juni 2015 freundlicherweise von Hannenheims folgende Adressen in Abschrift aus Sachers privatem Adressbuch. Hierin sind fünf Berliner Anschriften des Komponisten verzeichnet, beginnend mit (Nr. 1): Wilmersdorferstr. 54IV (Berlin-Charlottenburg) und endend mit (Nr. 5): Nürnbergerstr. 37/38IV. Diese Adressen waren durch mehrere Briefwechsel bisher datiert auf frühestens 1. April 1933 bis 13. Dezember 1937, und sie stimmen gut überein mit der Korrespondenz von Norbert von Hannenheim und Paul Sacher (vgl. in meinen Buch in „Kapitel 4“: Der zweite Kontakt in die Schweiz. Paul Sacher). – Die Quelle des Adressbuchs möchte ungenannt bleiben.

S. 172–175: Société internationale pour la musique contemporaine. XVe festival [Programmbuch], Orléans: Impr. nouvelle, 1937, Exposition internationale de 1937, Paris, 20-27 juin, Textes français, allemands, anglais, espagnols et italiens. Notices [avec photo] concernant [u. a.] Hannenheim (Norbert von), [Avant-propos dۥEdouard J. Dent; préface par Albert Roussel], XXXVII + 128 S., 8° (Information: WorldCat, vgl. den „Catalogue du Bibliothèque nationale“ (hier [Link veraltet, 12.2.2019]) [lag nicht vor])

S. 173, Anm. 486: Die inzwischen eingesehene Quelle heißt in erweiterter und berichtigter Form: Daniel Lazarus, LA MUSIQUE, in: Ce soir. GRAND QUOTIDIEN D'INFORMATION INDÉPENDANT, Jg. 1, Nr. 115, Paris, 25. Juni 1937, S. 6, Sp. [4]–[5].

S. 173, Fußnote 487: Fehlendes „ist“ in der Danksagung.

S. 179, Fußnote 513: Ein Inserat ist in der Zeitschrift Neues Musikblatt abgedruckt (15. Jg., Nr. 15, Mainz: Schott, März 1936, S. 8, unten links), aus dem zusätzlich hervorgeht, dass die Reihe, in der das Heft über Johannes Brahms erschien, von Dr. W[alter] Stang herausgegeben wurde (siehe hier). Zugleich sprach das Inserat von einer „volkstümliche[n] Reihe", deren Einzelheft jeweils „30 Pfennig“ kostete.

S. 184, Fußnote 532, erste Zeile: Todestag nicht 12., sondern 9. Dezember 1982

S. 198, Zeile 9 von oben, streiche das „zudem“; ersetze in Zeile 11 das „auch“ durch „selbst“.

S. 199 in dem von Fußnote 580 belegten Zitat muss es im letzten Satz richtig heißen: „erschütternder Abschied“.

S. 209, Absatz 2:  Die Klaviersolostimme des Klavierkonzerts Nr. 1 habe ich inzwischen gesehen, denn Dr. Florian Kimm sandte mir aus dem Nachlass von Peter Gradenwitz (Tel Aviv) freundlicherweise eine Fotokopie, die ich am 28. August 2007 erhielt. Das Werk umfasste somit: I. Satz (Molto vivace) 106 Takte, II. Satz (Grave) 55 Takte und III. Satz (Allegro vivace) 79 Takte.

S. 212: In beiden eingerückten Zitaten (D. Acker bzw. P. Gradenwitz) muss es richtig heißen: „autographe“ (nicht autografe).

S. 216, Korrektur in der dritten Tabellenzeile von unten: Lies richtig „Dauthendey“

S. 217, chronologisch ist bei 1925–1926 vor dem dunkleren Feld einzuordnen:

    Nachträglich ließ sich auch erst im Februar 2015 durch Zufall in Erfahrung bringen, dass Nobert von Hannenheim sich bemüht hatte, 1925 und 1926 in Donaueschingen eine Aufführung verschiedener seiner Kammermusikwerke zu erreichen. Die diesbezügliche Auswertung des „Musikwissenschaftlichen Instituts“ Regensburg, welche die Archivalien im „Fürstlich Fürstenbergischen Archiv“ betreffen, weisen durch die Datierungen und die Webseiten von 1925 und 1926 eindeutig auf solches hin (siehe hier [Link veraltet, 12.2.2019]). – In ersterem Jahr reichte von Hannenheim am 25. Januar 1925 zwei Streichquartette sowie acht Lieder mit Klavierbegleitung ein; am 5. Dezember 1925 schickte er für das nächste Jahr ein Duo für Violine und Cello, eine Suite für Klavier solo und eine Sonate für Bratsche und Klavier, und am 11. Januar 1926 zusätzlich noch zwei Streichquartette, ein Streichtrio, eine Violinsonate und eine Violasonate. Damit wollte er seine Chancen, „genommen zu werden“, durch eine größere Anzahl von Einsendungen erhöhen, denn, so sagte er, als unbekannter Komponist habe man es schwerer denn je, und Musikfeste und Wettbewerbe dieser Art seien das einzige, an das man sich noch klammern könne.

    Freilich fand auch in der Vergangenheit und der Folge wohl keines der Werke von Hannenheims Eingang in diese Donaueschinger Kammermusiktage. Und auch die Überlegung, dass sich hier noch eine Komposition von Hannenheims finden lasse, konnte nicht durch den OPAC der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe bestätigt werden, an welche der Donaueschinger Notenbestand 1999 verkauft wurde. Erhalten bleibt indes die Hoffnung, dass das Jahr 1926 keinen Abschluss bildet, sondern dass auch nach diesem Zeitpunkt noch das ein oder andere eingetroffen sein dürfte.

    ?.?.1925 [ohne Tages- und Monatsangabe], NvH, Rumänien, Hermannstadt-Sibiu, Reißenfelsgasse [auch Reißenfeldgasse] [Nr.] 5, Adresse von NvH, Visitenkarte. Link: 25-2/137, Bennwitz (25 b 154)

    15.1.1925, NvH schickt 2 Streichquartette und 8 Lieder für Singstimme und Klavier ein. Link: 25-3/070, Bennwitz (25 c 78)

    5.5.1925, NvH: „Habe Anfang des Jahres 2 Streichquartette und einige Lieder eingesandt“; fragt, wann eine Entscheidung über die Aufführungen in diesem Jahr gefällt werde. Link: 25-3/175, Bennwitz (25 c 193)

    26.8.1925, (Joh Schloss Heiligenberg [Archivar?]) an NvH; er würde sich über ein Manuskript NvHs sehr freuen; es wäre eine Bereicherung seiner Bibliothek. Link: 26-3/277, Bennwitz (26 c 301)

    1.11.1925. NvH bittet um Mitteilung des Einsendetermins (für 1926).
    Link: 26-3/276, Bennwitz (26 c 293)

    5.12.1925. NvH schickt zusätzlich ein Duo für Violine und Cello, eine Suite für Klavier solo, eine Sonate für Bratsche und Klavier (für 1926).
    Link: 26-3/267, Bennwitz (26 c 289)

    11.1.1926. NvH schickte zusätzliche Partituren nach Donaueschingen.
    Link: 26-3/198, Bennwitz (26 c 213)

S. 218 (Tabelle, 15. November 1929, Zeile 5) mittlere Spalte: „Berlin“ fett, am Ende desselben Eintrags hinter „Fischer“ keine schließende Klammer. – Eine Erweiterung der Informationen über den Berliner Pianisten Heinz Fischer findet unter dem Titel „Heinz Fischer. Ein jüdischer Pianist in Berlin“ (6 Kapitel, 2 Teile) hier statt. In Teil 1 auch zahlreiche Erwähnungen von Hannenheims.

S. 219 (Tabelle, 23. Mai 1930): Gemeinsam mit Nikos Skalkottas geschriebener Brief an A. Schönberg (Faksimile bei Gradenwitz, Meisterschüler, [1998], S. 173)

S. 219 (Tabelle, 7. Dezember 1930): Christiane Niklew (Bearb.), Lotte-Kallenbach-Greller-Archiv. Findbuch zum Bestand, [Berlin:] Akademie der Künste, Stand: 10. Dezember 2013, S. 22 unter Nr. 93: Konzert im Hause Kallenbach, Berlin, Kurfürstendamm 96, 7. Dezember 1930 (Maschinenschrift, 1 Blatt). Fotokopie erhalten im Dez. 2013 von dem Leiter des Archivs, Herrn Dr. Werner Grünzweig.

S. 226 unter dem 17.3.1934: vgl. im Hermann-Heiß-Supplement den Eintrag über das Programm hier.

S. 226, Korrektur in der Mitte der vierten Tabellenzeile von unten: Lies richtig „Dauthendey“.

S. 227, als zweite Tabellenzeile unter 1935:  Dr. Karl Grunsky [Konzertberichte aus] Stuttgart, in: Neue Zeitschrift für Musik, 102. Jg., Heft 4, Regensburg: Bosse, April 1935, S. 453. In diesem Rahmen der „Festwoche des Deutschen Auslandsinstituts“ (8. bis 16. September 1934) wurden von Lula Myß-Gmeiner ein oder mehrere Lieder von Norbert von Hannenheim aufgeführt. Die Gedichtvorlagen stammten von Max Dauthendey. Die Rezension des Konzerts, die weder die Komponisten noch die aufgeführten Werke nannte, bezieht sich auf die viertletzte Tabellenzeile auf S. 226.

S. 227: In der Tabelle sind unter 1935 sieben handschriftliche Briefe nachzutragen. Einzelheiten sind aus meinem Aufsatz Sieben Originalbriefe von Norbert von Hannenheim aus dem Jahre 1935 zu entnehmen.

S. 229 unter dem 29.8.1936: Das Telegramm an Sacher wurde aus Bremen-Horn versandt, der Brief aus Oberneuland bei Bremen (beide nicht aus Berlin).

S. 232 unter der zweiten grauen Zeile vom 27. Februar 1940: Bemerkenswert ist, dass eine „Konzertbegleiterin“ – im Berliner Adressbuch 1938 (S. 1819, Sp. [1]) steht „Pianistin“ – mit Namen „Elga Metzeltin“ im Amtlichen Telefonbuch für den Bezirk der Landespostdirektion Berlin in den Jahren 1950 (S. 306, Sp. [3]), 1952 (S. 382, Sp. [1]), 1953 (S. 355, Sp. [3]), 1954 (S. 380, Sp. [4]), 1957/58 (S. 432, Sp. [4]), 1959/60 (S. 487, Sp. [4]), 1961/62 (S. 451, Sp. [1]) und 1962/63 (S. 483, Sp. [3]) erscheint. [NB: die Seitenangaben entsprechen den Seitenverweisen des Druckes am unteren Seitenrand, nicht aber den Angaben der Webseiten.] Als Adresse ist zumeist Zehlendorf angegeben. (Diese Fernsprechbücher wurden von der „Landesbibliothek Berlin“ ins Internet gestellt, siehe hier.)

Dass es sich hierbei um jene Klavierbegleiterin vom 27. Februar 1940 handelte, die unter anderem nicht näher bezeichnete Lieder von Norbert von Hannenheim (hier) als Begleiterin von Milli Rosl uraufführte, ist aufgrund der auffälligen Seltenheit des Vor- und Zunamens, des Wohnorts, des Berufs sowie der zeitlichen Übereinstimmung anzunehmen. Auch ein „Edmund Metzeltin“ steht unter einer anderen Berliner Adresse nicht immer, jedoch mehrfach in dem Telefonbuch, wodurch davon auszugehen ist, dass es hier um den Violinvirtuosen desselben Namens geht, von dem in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts mehrfach Berliner Kritiken zu finden waren. Es könnte sich sehr wohl um Bruder und Schwester gehandelt haben, denn bei einem Ehepaar wäre anzunehmen, dass es unter einer Adresse wohnen würde; den Angaben im Berliner Adressbuch von 1938 zufolge wohnten beide Musiker aber zu dieser Zeit in Steglitz unter derselben Adresse in der Bismarckstr. 5 (siehe oben). Ansonsten stand Edmund Metzeltin noch einmal 1930 im Berliner Adressbuch (S. 2176, Sp. [2]). Aus einer der Kritiken ging hervor, dass es sich bei den Betroffenen um deutsch-russische Musiker gehandelt habe.

Weiterhin ist bei Elga Metzeltin bemerkenswert, dass sie zugleich über das Talent verfügte, Texte für eine Vertonung schreiben zu können:

Zerbrochene Welt. Liederzyklus für mittlere Stimme mit Klavier und Streichorchester (Noten); Hans-Klaus Langer [1903–1987], nach Worten von Elga Metzeltin
Berlin: Astoria, [1972], 55 Seiten (Partitur, deutsch)
Druckplattennummer: A.V. 829
in: Amerika-Gedenkbibliothek vorhanden (hier)
vgl. hier (Google Books), danach 1961 von Astoria verlegt, mit 57 Seiten Umfang.
Heute bei Schott in Mainz (Order number: AST 11)

Auch fällt eine längere Zusammenarbeit mit dem Wiener Komponisten Richard Maux (1893–1971) auf, von dem verschiedene Lieder nach Texten von Elga Metzeltin veröffentlicht wurden (1936, 1943, 1945, 1952). Häufiger erscheint auch der Wiener Verlag Robitschek; ein Adolf Robitschek war Mitbegründer der Wiener Universal Edition (1901). Im Jahre 1939 wurde dieser von den Nationalsozialisten als Herausgeber „unerwünschter Musikwerke“ listenmäßig erfasst; vgl. Fetthauer 2004; hier unter „1.8 Sonstiges“.

Ansonsten ist Elga Metzeltin noch einmal in dem Fond 1363 („Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“) unter der Nummer „013“ genannt (vgl.
hier, Opis 1, 7 Findbücher, 646 Archiveinheiten aus dem „Sonderarchiv Moskau“, Russisches Militärarchiv; hier unter „Bestände“, „Fondverzeichnis“). Warum man die Dokumente verwahrte, vermag ich nicht zu sagen.

Am Donnerstag, dem 24. September 1942 (vgl. Führer durch die Konzertsäle Berlins, hg. im Schierse-Verlag, 23. Jg., Nr. 3, S. [4], erschienen am 20. September 1942) las Elga Metzeltin „eigene Lyrik“ im Berliner Meistersaal um 18.30 Uhr unter der Überschrift „Zeitgenössische Lyrik in Wort und Ton“, dem ersten von insgesamt drei Abenden, hier, wobei die Autorin zugleich als Pianistin auftrat. Der zweite Abend stand unter dem Motto „Liebeslyrik“ und fand am selben Ort am 3. Dezember 1942, 18 Uhr, statt (hier). Der dritte Abend war am 4. März 1943, 18 Uhr, und hatte als Motto: „Lyrik der Jahreszeiten“ (hier) [viertes Inserat von unten].

Neben solchen Vorträgen war zu dieser Zeit ein Liederabend mit Elga Metzeltin keine Ausnahme, sondern gehörte zum Erwarteten; in einigen Ausgaben der genannten Programmzeitschrift erschien ihr Name gar zweifach. Insgesamt wurde ihr Vor- und Zuname auf nicht weniger als 7 Webseiten mit je zehn Programmheften gedruckt (insgeamt 64 Nennungen). Und wenn auch die wenigsten Konzerte solistischer Natur waren, ist jedoch anzunehmen, dass die Pianistin in diesen Jahren keineswegs unterbeschäftigt gewesen war. In der Nachkriegszeit traten Edmund und Elga Metzeltin dann oftmals auch als Duo auf. Das Konzert mit Musik von Norbert von Hannenheim hat zum Teil diese Hintergründe.

S. 235:  Die Informationen über Ellen und Margot Epstein wurden auf drei zusammen hängenden Webseiten vielfach erweitert und mancherorts aktualisiert. Die Adresse der Startseite ist hier.

S. 236: „Rock und Brückner“ umstellen zu „Brückner und Rock“

S. 236: Bisset, Jacqueline mit „e“ am Ende

S. 237, Fußnote 654, Zeile 2: hier tilgen: „[Geburtsort fälschlich ,Breslau‘]“

S. 238, Zeile 5 von oben: tilgen „(vgl. S. 238)“

S. 241, in dem mit Raster hinterlegten Eintrag unter dem 29. Januar 1931. Hier muss es am Ende richtig heißen: „27. Januar 1931“

S. 246 (Junk, Victor): Nach der Seitenangabe des gesamten Artikels: hier S. 698

S. 250, Korrektur in der dritten und siebenten Zeile von oben: Lies richtig „Dauthendey“

S. 251–252 jeweils am Ende der bibliografischen Einträge muss das Datum des Konzerts, auf das sich die Quelle bezieht, richtig 16. Okt. 1936 (nicht 19. Okt. 1936) heißen. Dies gilt sowohl für Einträge unter 1936 wie für 1937.

S. 254: Von Hannenheims Partitur Was helfen mir tausend Dukaten muss an erster Stelle unter „1939“ (nicht unter 1940) stehen.

S. 263 unter „2002“, Seitenangabe bei Drew, David ... , S. 41–44

S. 263, vorletzter Eintrag mit dem Aufsatz Hermann Heiß und Norbert von Hannenheim (2002): Zu ergänzen ist der Hinweis auf eine überarbeitete Form des Aufsatzes als Kapitel 4 des Heiß-Buches (Deinstedt 2009, S. 146–174)

S. 264, vorletzte Quelle: Fehlender Kursivsatz von Titel des Aufsatzes und Name der Zeitschrift

S. 267: Bisset, Jacqueline (wie oben)

S. 270 (Index) ergänze: „Historische Tonaufnahmen“ (1938), S. 17

S. 271 (Index), in der rechten Spalte: einfügen unter „Hannenheim, Norbert von“: „Streichquartett Nr. 6“ sowie der Nachtrag unter 1935 hier

S. 272 (Index), rechte Spalte: unter „Hesse, Hermann” kein Verweis auf S. 176

S. 274 (Index), rechte Spalte, es fehlt: „Metzeltin, Elga“ mit Verweis auf S. 254

S. 276 (Index), linke Spalte, es fehlt: „Rosl, Milli“ mit Verweis auf S. 254

*

Erst nachträglich ließ sich in Erfahrung bringen, dass Norbert von Hannenheim im Jahre 1920 in seinem Geburtsort Hermannstadt für kurze Zeit eine literarische Zeitschrift mit dem Titel Frühling. Blätter für Menschlichkeit leitete, in der zeitgenössische Prosatexte und Gedichte jüngerer Autoren veröffentlicht wurden. Die ersten drei der insgesamt nur vier, sämtlich 1920 entstandenen Ausgaben der Zeitschrift weisen den Komponisten wie folgt aus (Impressum): „Die verantwortliche Leitung besorgt Norbert von Hannenheim, Hermannstadt, Heltauergasse 5“. Weitere bibliografische Details: siehe unten.

In dieser Zeitschrift, die mir Dr. Florian Kimm, Nußloch, im März 2009 zugänglich machte, sind zwar keine Texte oder Kompositionen Norbert von Hannenheims enthalten, jedoch Beiträge von seinem Bruder Wilhelm von Hannenheim (1885–1948). Mit der vierten und wohl letzten Ausgabe der Zeitschrift (Dezember 1920) ging die Leitung an Norbert von Hannenheims Bruder Stefan [Stephan] von Hannenheim (1882–1944) über. Die Tätigkeit des Komponisten dürfte sich damit auf redaktionelle Arbeiten beschränkt haben, die denen eines Schriftleiters oder Herausgebers gleichkamen. Besitznachweise der Zeitschrift sind leicht zu finden. Neben anderen Gründen, die in dem weiter unten genannten Aufsatz von Bianca Bican angeführt werden, könnte für den Wechsel in der Herausgeberschaft auch Norbert von Hannenheims Aufenthalt in Graz eine Rolle gespielt haben, denn er schreibt in einer biografischen Notiz: „1916–1920: Militär= (Front=) Dienst in der k. u. k. und k. rumänischen Armee“ und daran anschließend „1920/21: Aufenthalt in Graz“. In Graz besuchte er die Handelsakademie und legte hier Anfang Juli 1921 sein Abitur ab (vgl. das eingangs zitierte Buch des Verfassers, S. 125 und 216).

Ein Bezugspunkt zwischen der Zeitschrift und Norbert von Hannenheims musikalischem Schaffen stellt möglicherweise – mehr lässt sich nicht sagen – die Verbindung von Franz Xaver Kappus und Rainer Maria Rilke dar, denn Rilke hatte einst an Kappus seine zehn, von 1929 bis zum heutigen Tag immer wieder neu aufgelegten Briefe an einen jungen Dichter in den Jahren zwischen 1902 und 1908 gerichtet, während die häufige Vertonung von Rilke-Texten im Liedschaffen des Komponisten auffällt: für vierzig Lieder (in Zyklen sind die Einzellieder gezählt) wählte er nämlich Gedichte von Rainer Maria Rilke als Vorlage, so dass man wohl sagen darf, Norbert von Hannenheim habe diesen Dichter vor allen anderen bevorzugt.

Der Frühling nutzte für das Periodikum den Namen des in Hermannstadt ansässigen „Frühling-Verlages“, in welchem auch zumindest ein Werk von Wilhelm von Hannenheim erschienen ist: Kristian und die Sterne (Hermannstadt: Frühling-Verlag, 1920). Da die gesamte Tätigkeit des Verlages aber in das Jahr 1920 fällt, ist natürlich ebenso vorstellbar, dass sich der Verlagsnamen umgekehrt von dem Titel der Zeitschrift ableitete. Die Fragen, wie der Verleger hieß und wie das Verlagsprogramm insgesamt aussah, ließen sich gegenwärtig nicht beantworten. Da sich freilich keine weiteren Titel nachweisen lassen und drei von-Hannenheim-Brüder an der Zeitschrift mitwirkten, mag es sich mehr um eine Art privater Initiative als um ein Unternehmen gehandelt haben, das den geschäftlichen Erfolg suchte.

Auf die Zeitschrift Frühling wurde ich durch eine Internetrecherche und eine Besprechung vom August 1921 aufmerksam (siehe unten). Bei der Identifizierung der Quelle war mir Jutta Geißler-Howe von der Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs in Marbach behilflich, die mir zugleich auch die Rezension zugänglich machte. Die siebzehn Autoren, die zum Teil mit mehreren Beiträgen in den Heften erscheinen, sind in alphabetischer Folge: Otto Alscher (1880–1944), Michael Barner (1881–1961), Karl Bernhard [Pseudonym von Bernhard Capesius] (1889–1981), Helene Burmaz, Oskar [auch Oscar] Walter Cisek (1897–1966), L. Csaky, Felix Frey, Egon Hajek (1888–1963), Wilhelm von Hannenheim, Friedrich Jekel, Ernest Jekelius (1886–1958), Franz Xaver Kappus (1883–1966), Hermann Klöß (1880–1948), Hermann Konnerth, Oskar Kraemer (1885–1970), Ernst Reisner und Heinrich Zintz.

Für die literaturgeschichtliche Einordnung und diverse andere Aspekte des Frühling ist in erster Linie der folgende Aufsatz zu nennen: Bianca Bican (Klausenburg / Cluj), Die Zeitschrift „Frühling“ (1920) im regionalen und lokalen publizistischen Kontext. Eine Standortbestimmung (bibliografische Details: siehe unten). In dieser sehr kenntnisreichen Untersuchung ist zwar von Hannenheim als „Musiker moderner Stilrichtungen, der aber literarische Texte […] vertonte“ nur etwas beiläufig erwähnt (S. 174), doch umso deutlicher sind die Bezüge zu anderen Zeitschriften, mit denen der Frühling damals auch konkurrierte, herausgearbeitet. Auch sind einzelne Autoren des Frühling eingehender behandelt. Da der Verfasserin ebenfalls nur vier Ausgaben der Zeitschrift aus dem Bestand des Brukenthal-Museums in Hermannstadt (Sibiu) vorlagen, wird die Annahme erhärtet, dass es sich bei diesen vier Heften um alles Erschienene handelt. Dies wird auch von dem Buch Bianca Bicans von 2013 (siehe hier) bestätigt, wo sie auf S. 114 nur von „vier Heften“ spricht, sowie auf S. 118 „sechs Einzelhefte“ erwähnt, von denen aber nur vier (im April, Juni, August und Dezember 1920) erschienen, „jedoch ist die Einstellung als wahrscheinlich anzunehmen“ (siehe auch Anm. 476 auf S. 119). Norbert von Hannenheims Rolle kommt hierbei ebenso deutlich zur Sprache wie das folgende Buch: Heinrich Hann von Hannenheim, Lebensbilder der Familie Hann von Hannenheim nebst Ahnen und Nachfahren des k. k. Rittmeisters Stephan Hann von Hannenheim (1781–1859), Hermannstadt: [ohne Verlag], 1940.

 

 

Literatur

Die Literaturangaben (S. 239–265) lassen sich um die folgenden, chronologisch und alphabetisch geordnete Quellen ergänzen:
 

1920

von Hannenheim, Norbert (verantw. Leiter), Frühling. Blätter für Menschlichkeit, Hefte 1–3, Hermannstadt: Frühling-Verlag, April, Juni, August 1920, Im vierten Heft (Dezember 1920) ging die Leitung der Zeitschrift an Norbert von Hannenheims Bruder Stefan [Stephan] von Hannenheim über. Die Hefte sind fortlaufend paginiert und umfassen insgesamt 102 gezählte Seiten (weitere Details: siehe oben)
 

1921

Cisek, Oskar Walter (Bukarest), Ostdeutscher Brief aus Rumänien [in der Rubrik Echo des Auslands], in: Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literaturfreunde, 23. Jg., Heft 22, Stuttgart u. Berlin: Deutsche Verlags-Anstalt, 15. August 1921, Sp. 1393 ff.; hier Sp. 1394 zu Stephan, Wilhelm und Norbert von Hannenheim in der Besprechung der Hefte 1–3 der Zeitschrift Frühling (siehe unter 1920 sowie oben)
 

1927

Das 1927 veröffentlichte Buch von Egon Hajek über die Musik in Siebenbürgen ist inzwischen als kostenloser Download auf einer ungarischen Webseite verfügbar.
 

1929

7. Juni 1929: Müller, Erich H[ermann] (Hg.), Deutsches Musiker-Lexikon, Dresden: Wilhelm Limpert-Verlag, 1929 (Vorrede datiert: „Dresden-A. 10, am 7. Juni 1929“); hier der Artikel Hann von Hannenheim, Norbert, Sp. 494–495

5. Dezember 1929: Preußner, Eberhard (Berlin), Musikpolitische Zeitschau [unter der Überschrift DTZ-Berichte], in: Deutsche Tonkünstler-Zeitung. Offizielles Blatt des „Reichsverbandes Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer e. V.“, Hauptschriftleiter: Arnold Ebel (Berlin), 27. Jg., Nr. 512, Mainz: Verlagsanstalt Deutscher Tonkünstler A.-G., Heft 23, 5. Dezember 1929, S. 735–736; hier die Besprechung des Konzertes vom 15. November 1929 („Brüdervereinshaus“, Roter Saal, Konzert des „Vereins ehemaliger Hochschüler der staatlichen akademischen Hochschule für Musik in Berlin“) auf S. 736: Uraufführung der Sonate für Klavier Nr. 13 sowie Aufführung der Suite für Klavier Nr. 5 von Norbert von Hannenheim durch den Pianisten Heinz Fischer. (Dank gebührt vor allem Herrn Tobias Breier, Universität Heidelberg, der zur Auffindung des genannten Aufsatzes entscheidend beigetragen hat.)
 

1930

Pringsheim, Heinz, [Besprechung eines Orchesterkonzerts der „Meisterschule für musikalische Komposition von Arnold Schönberg“], in: Allgemeine Musikzeitung, 1930, S. 621, rechte Spalte zum Konzert am 20.5.1930; Aufführung der Dritten Sinfonie Norbert von Hannenheims
 

1931

[?] Brust, Fritz [unter der Überschrift:] Aus dem Berliner Musikleben, in: Allgemeine Musikzeitung, 58. Jg., 1931, Nr. 23?, S. 519, linke Sp.; zum Konzert der „Meisterschule von Arnold Schönberg“ in der Preußischen Akademie am 2.6.1931

August/September: Rundfunk-Notizen [unsigniert], in: Melos, 10. Jg., Nr. 8/9, August/September 1931, S. 286, wo es heißt: „Der Südwestdeutsche Rundfunk veranstaltet in nächster Zeit ein Studienkonzert mit Kompositionen von Cartan, Jokl und Hannenheim.“

Oktober [der vorgenannten Zeitschrift]: „In einem Kammerstudienkonzert des Frankfurter Senders gelangten Werke von Hannenheim, Jokl und Jean Cartan zur Aufführung.“, S. 345
 

1932

Mitte Januar: G[otthard] Schierse (Redaktion), Führer durch die Konzertsäle Berlins. Berliner Konzertzeitung, Konzertplan vom 18. Januar bis 31. Februar 1932, 12. Jg., Nr. 13, Berlin, hg. von der „Efdeka“-Verlagsgesellschaft m. b. H., Mitte Januar 1932 erschienen laut der vorangehenden Heft-Nummer, S. 3 (neben Generalmusikdirektor Dr. Ernst Kunwald) im Programm u. a. die Uraufführung der Symphonie Nr. IV von N[orbert] v[on] Hannenheim mit dem BERLINER SYMPHONIE-ORCHESTER, Gemeinnützige Uraufführungskonzerte, 1. Abend, 27. Januar 1932, 8 Uhr, Hochschule für Musik, Leitung von Dr. Ernst Kunwald

Februar: Heinrich Strobel, Was gibt es an neuer Konzertmusik?, in: Melos, 11. Jg., Heft 2, Mainz, Februar 1932, S. 66–67; hier zu Hannenheim S. 67 (Aufführung der „Sinfonie IV“ unter Kunwald)

[im selben Heft]: Melosnotizen. Neue Konzertwerke, in: rechte Spalte auf S. 29 sowie S. 153 (Privatkonzerte der IGNM der Ortsgruppe Berlin). Hier jeweils zu von Hannenheim

20. Februar 1932: Schliepe, Ernst, Berliner Musikbrief, in: Deutsche Musik-Zeitung (Rheinische Musik- und Theater-Zeitung), hg. von Gerhard Tischer, 33. Jg., Nr. 4, Köln: Tischer & Jagenberg, 20. Februar 1932, S. 27–28; hier S. 27, rechte Sp. (zum Konzert am 27.1.1932); Online über die Stadt- und Universitätsbibliothek Köln.

22. Juni 1932: Steinhard, Erich, Abschluß des Wiener Musikfestes, in: Prager Tagblatt, 57. Jg., Nr. 147, Prag, 22. Juni 1932, S. 5, Sp. [3]

[24. Juni 1932:] KUNST EN LETTEREN. NAAR WET GRAF VAN HAYDN. BEZOEK AAN EISENSTADT MUSEA EN MUZIEK. in: Amsterdam Dagblag De Telegraaf, 1932 06 24, p. 9: Vioolconcert Van Fitelberg, liederen Van Krenek en instrumentale werken van Erdman, Hannenheim en Jelinek ten gehoore gebracht. (Lag nicht vor.)

1. Oktober 1932: H. N. (Signatur), Konzerte, in: Prager Tagblatt, 57. Jg., Nr. 232, Prag, den 1. Oktober 1932, S. 5, Sp. [3]

22. Oktober 1932: Novitäten aus dem Konzertsaal, in: Deutsche Musik-Zeitung (Rheinische Musik- und Theater-Zeitung), hg. von Gerhard Tischer, 33. Jg., Nr. 18, Köln: Tischer & Jagenberg, 22. Oktober 1932, S. 161, linke Sp.
 

1933

11. März 1933: Schliepe, Ernst, Berliner Musikbrief, in: Deutsche Musik-Zeitung (Rheinische Musik- und Theater-Zeitung), hg. von Gerhard Tischer, 34. Jg., Nr. 5, Köln: Tischer & Jagenberg, 11. März 1933, S. 35, linke Sp.; hier zu von Hannenheims Konzert für Orchester, geleitet von Eugen Jochum, am 6.1.1933 in der Berliner Singakademie); Online über die Stadt- und Universitätsbibliothek Köln.

17. November 1933: [Rundfunkprogramme des nächsten Tages] unter der Überschrift: La T. S. F. á l'étranger [TSF = Abkürzung für Telemission oder Telegraphie sans fil [„Fernübertragung ohne Schnur“, in Frankreich übliche Abkürzung für den Hörfunk], in: La Croix, 84. Jg., Nr. 15565, Paris, Freitag, 17. November 1933, S. 4, Sp. [4]; hier „BERLIN (ALLEMAGNE) 419 et 283,6 m.), „Programmes du samedi 18 novembre“: „15 h., concert […] [u. a.] Suite dans le style ancien, pour petit orchestre (Hanne[n]heim[)]
 

1934

7. März 1934: [Rundfunk-Programm:] Unter der Überschrift CARNET DE LA T. S. F., „Programme d'aujourdۥhui 7 Mars“ um 21 h. 20, „NATIONAL DAVENTRY“ [Rundfunk-Sendestelle in Großbritannien], in: Le Matin. EDITION DE 5 HEURES, 51. Jg., Nr. 18248, Paris, Mittwoch, 7. März 1934, S. 4, Sp. [6], hier Hannenheim, Concerto
 

1935

27. April 1935: Aus dem Konzertsaal [unsignierte Meldung], in: Deutsche Musik-Zeitung (Rheinische Musik- und Theater-Zeitung), hg. von Gerhard Tischer, 36. Jg., Nr. 4, Köln: Tischer & Jagenberg, 27. April 1935, S. 31, linke Sp. (Online siehe 1933): „Das Bruinier-Quartett setzte sich im Berliner Reichssender für das sechste Streichquartett von Norbert von Hannenheim erfolgreich ein.“ (Kursives original gesperrt.)

28. Juni 1935: [unsignierte Notiz], in: Het Vaderland. Staat- en Letterkundig Nieuwsblad, Zeven en zestigste Jaargang, ’s-Gravenhage, Vrijdag 28 Juni 1935, Avondblad C, Seite [1], Sp. [3]. (Hinweis: Herr Hein Maassen, Den Haag, User Services Department Koninklijke Bibliotheek, National Library of the Netherlands). Die Notiz hat fast dieselben Informationen (auf Niederländisch) wie die folgende Quelle vom Juli 1935

Juli 1935: unsignierter Beitrag, unter der Überschrift Deutsche Musik im Ausland (S. 834, 835–836), in: Zeitschrift für Musik. Monatsschrift für eine geistige Erneuerung der deutschen Musik, hg. von Gustav Bosse, 102. Jg., Heft 7, Berlin-Köln-Leipzig-Regensburg-Wien: Gustav Bosse Verlag, Regensburg, Juli 1935, hier Seite 836, rechte Spalte (Nachtrag für Buchseite 250): „Carl Schuricht eröffnete dieser Tage mit einem Festkonzert die große holländische Musiksaison in Scheveningen. Neben klassischen Sinfonien wird Schuricht zunächst eine Suite im alten Stil von Norbert von Hannenheim und die Kleine Marschmusik von Blacher zur Erstaufführung bringen.“
 

1936

Frank, Paul und Altmann, Wilhelm, Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon, 14., stark erweiterte Auflage, Regensburg Gustav Bosse Verlag, 1936, [Artikel] Hann v[on] Hannenheim, Norbert, S. 227, rechte Spalte; unveränderter Nachdruck als 15. Auflage in Wilhelmshaven: Heinrichshofen’s Verlag, 1971
 

1937

17. Juni 1937: [anonym], Völkerbund der Musik in Paris. Das Fest der I.G.N.M. vom 20.–30. Juni [1937], in: Pariser Tageszeitung, 2. Jg., Nr. 370, Paris, den 17. Juni 1937, S. 3, Sp. [4]–[5]; hier Sp. 4 zu von Hannenheim („Schönberg-Adept des Dritten Reichs“)

30. Juni 1937: Kastner, Rudolf, Internationales Musikfest 1937:  I. Geistliche Musik – Szymanowsky und Honegger – Kammer-Konzerte, in: Pariser Tageszeitung, 2. Jg., Nr. 383, Paris, Mittwoch, 30. Juni 1937, S. 4, Sp. [3]–[5]

[Programmbuch des Festivals in Paris, siehe oben S. 172–175]

Juli 1937: unter der Überschrift Neuerscheinungen („Neue Bücher und Musikalien“) in: Zeitschrift für Musik. Monatsschrift für eine geistige Erneuerung der deutschen Musik, hg. von Gustav Bosse, 104. Jg., Heft 7, Berlin-Köln-Leipzig-Regensburg-Wien: Gustav Bosse Verlag, Regensburg, Juli 1937, hier S. 779, rechte Spalte. („Norbert von Hannenheim: 3. Volksmusik-Divertimento für Blechbläser. Rm. 1.–. H. Litolff, Braunschweig.“ [HWa 144], Nachtrag für Buchseite 253)

1. Juli 1937: Irving Schwerké, The I.S.C.M. Festival at Paris, in: The Musical Times, Vol. 78, No. 1133, London, 1. July 1937, S. 650–651

August/September 1937: [Eintrag] „Hannenheim, Norbert von. Drittes Volksmusik-Divertimento, f[ür] Blechbläser. 1937. Part[itur] 10 S[eiten] M[ark] 1; k[om]pl[et]t M[ark] 1,20; Dupl[ikations]-St[immen] M[ark] 0,30 bzw. M 0,20. Braunschweig, Litolff.“, in: Hofmeisters Musikalisch-literarischer Monatsbericht, 109. Jg., Nr. 8/9, Leipzig: Verlag von Friedrich Hofmeister, August/September 1937, S. 170, rechte Spalte
 

1939

Siegfried Goslich, Geleitwort [dritter und letzter Absatz über von Hannenheim], in: Norbert von Hannenheim, Was helfen mir tausend Dukaten [Partitur], Köln am Rhein: P. J. Tonger, ohne Jahresangabe (aber in der GEMA-Kartei der Werke Norbert von Hannenheims wird bei HaW 175 erwähnt: „erschienen am 17.6.1939 bei Tonger in Köln“), Werkreihe: Das kleine Orchester, o. Nr., hg. von Siegfried Goslich im Auftrage des Reichsverbandes für Volksmusik in der Reichsmusikkammer, S. (2)
 

1940

Hann von Hannenheim, Heinrich, Lebensbilder der Familie Hann von Hannenheim nebst Ahnen und Nachfahren des k. k. Rittmeisters Stephan Hann von Hannenheim (1781–1859), Hermannstadt: [ohne Verlag], 1940

Führer durch die Konzertsäle Berlins. Die Berliner Konzert-Zeitung. Konzerte vom 19. Februar bis 3. März 1940, 20. Jg., Nr. 19, S. [3] (zweites Konzert-Inserat von unten), hier. Liederabend Milli Rose, Dienstag, 27. Februar 1940, Beethovensaal, 20 Uhr, Am Flügel: Elga Metzeltin, Mitwirkung: Emil Seiler, Bratsche. [Programm:] Bruch, Wagner, Roselius, v. Westerman (Erstaufführung), Wintzer (Urauff.) Norbert von Hannenheim (Urauff.), Strauß, Brahms (Zigeunerlieder)
 

1949

Moser, Hans Joachim, Kleine deutsche Musikgeschichte, Stuttgart: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, „8.–12. Tausend (Durchgesehene und erweiterte Auflage)“, Copyright 1949; hier S. 322 u. a. zu von Hannenheim (Orgelsonate), doch nicht identisch mit der Erstausgabe des Buches von 1938.
 

1957

Stuckenschmidt, H[ans] H[einz], Arnold Schönberg, Zweite erweiterte Auflage, Zürich und Freiburg i. Br.: Atlantis Verlag, 1957 [erste Auflage 1951]; hier S. 97 („eine große Begabung, aber unstete Persönlichkeit“)
 

1959

[Artikel] Hannenheim, Norbert von, in: Riemann Musiklexikon, 12. Aufl., hg. von Wilibald Gurlitt, Personenteil A–K, Mainz: B. Schott’s Söhne, 1959, S. 730

Heiss, Hermann, Zufall und Gestaltung – Material und Qualität, in der Zeitschrift Melos (Mainz: B. Schott’s Söhne, 1959), S. 216–223; zu Norbert von Hannenheim vgl. S. 218, linke Spalte: „Ich darf hier einfügen, daß ich in den ausgehenden dreißiger Jahren ähnliche Probleme mit dem Schönbergschüler Norbert v[on] Hannenheim diskutierte, daß ich 1949 einen Versuch machte, Tonreihen und Zeitwertreihen miteinander zu komponieren. Ich verwarf jedoch diesen Versuch.“ (Freundlicher Hinweis von Dr. Carl Ehrig-Eggert, Mainz, Mitte Juni 2011.)
 

1961

Hanspeter Bennwitz, Die Donaueschinger Kammermusiktage 1921–1926, Freiburg im Breisgau, 1961, Dissertation, pass. (siehe oben unter S. 217)
 

1965

K[ecskeméti], I[stván], Hannenheim, Norbert, in: Szabolcsi, Bence / Tóth Aladár, Zenei lexikon [Musiklexikon]. Átdolgozott új kiadás [Umbearbeitete neue Ausgabe]. Fõszerkesztõ [Chefredakteur]: Dr. Bartha, Dénes, szerkesztõ [Schriftleiter]: Tóth, Margit, Bd. II, Budapest: Zenemûkiadó Vállalat, 1965, S. 131

Der sich hier anschließende Text lautet: osztrák zsz., *1898 Nagyszeben. Graener (Lipcse), Jemnitz (Bp.) és Schönberg (Berlin) növendéke. MÛVEI: szimf. kompozíciók (köztük egy Fantázia vonószenekarra), zgverseny, org.-szonáta, kamarazene, kórusmûvek, dalok stb.  [Übersetzung (mit Auflösung der Abkürzungen): österreichischer Komponist, *1898 Hermannstadt. Schüler von Graener (Leipzig), Jemnitz (Budapest) und Schönberg (Berlin). WERKE: sinfonische Kompositionen (darunter eine Fantasie für Streichorchester), Klavierkonzert, Orgelsonate, Kammermusik, Chorwerke, Lieder usw.] (Freundliche Hinweise und Übersetzung: Prof. Dr. László, Ferenc, 1937–2010, Klausenburg [Cluj], Rumänien; siehe auch unter 1973, 1997 u. 2007 [zwei Verweise])
 

1971

Aichelburg, Wolf, „Ein vergessener Komponist?“ – Norbert von Hannenheim’s einziges übriggebliebenes Werk in Hermannstadt erstaufgeführt, in: Siebenbürgische Zeitung, Nr. 16, vom 15. Oktober 1971 (Freundlicher Hinweis: Dirk Lukas Kisch, Bergisch Gladbach)
 

1972

[Artikel] Hannenheim, Norbert Wolfgang Stephan, in: Riemann Musiklexikon, 12. Aufl., Ergänzungsband, Personenteil, hg. von Carl Dahlhaus, Mainz: B. Schott’s Söhne, 1972, S. 488
 

1973

László, Ferenc, „Ha élne …“ [„Wenn er leben würde …“ (ungarisch)], in: A Hét, 4. Jg., Nr. 21, Bukarest, 25. Mai 1973, S. 8. Gekürzte deutsche, nicht autorisierte Fassung als Der unbekannte Tondichter. „A Hét“ über den siebenbürgischen Komponisten Norbert von Hannenheim, in: Woche, Nr. 288, 29. Juni 1973. Wiederabdruck in dem Sammelband László, Ferenc, Zenei ügyelet. Publicisztikai írások 1970–1974 [Musikalischer Dienst. Publizistische Schriften 19701974], Bukarest: Kriterion, 1976, S. 4547. (Freundlicher Hinweis des Verfassers.)
 

1974

Schmid, Erich, Ein Jahr bei Arnold Schönberg in Berlin, in: Melos. Zeitschrift für neue Musik, hg. von Hans Oesch, 41. Jg., Heft 4, Mainz: B. Schott’s Söhne, 1974, S. 190–203, zu von Hannenheim passim; mit Faksimile des Konzertprogramms vom 2. Juni 1931 (u. a. Uraufführung des Konzerts für Klavier und 7 Holzbläser mit Else C. Kraus als Solistin). Auf dem Programm zahlreiche handschriftliche Eintragungen mit Grüßen an Schönberg, dabei hinter von Hannenheims Namen der Einschub: „grüsst, musste aber schon schlafen gehen“.

Stuckenschmidt, H[ans] H[einz], Schönberg. Leben, Umwelt, Werk, [3., erweiterte Auflage] Zürich und Freiburg i. B.: Atlantis, 1974, S. 302, 303, 318, 494, 497
 

1980

Smith, Joan Allen, Schoenberg’s Way, in: Perspectives of New Music [Gesprächsauszüge], Vol. 18, No. 1/2, New York, NY: Fall/Winter 1979–Spring/Summer 1980, S. 258–285; hier zu von Hannenheim S. 269 und 271, Gespräche mit Erich Schmid und Alfred Keller (u. a.), Tonaufnahmen von März 1972 bis Juli 1974
 

1990

Ortrun Scola und Annemarie Schiel, Selma von Hannenheim, in: Siebenbürgisch-sächsische Frauengestalten. Ihr Leben und Wirken, herausgegeben vom Frauen- und Familienreferat der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V., [München 1990], S. 71 [ff.] (zu Selma von Hannenheim). Möglicherweise erschien dieses Buch schon 1967, doch vermag ich nicht zu sagen, ob damals schon der Beitrag über Selma von Hannenheim darin enthalten war.
 

1992

Schönberg, Arnold, Stil und Gedanke, hg. von Ivan Vojtech, Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag (Katalognr. 3616), 5.–6. Tausend, September 1995 (zuerst September 1992); hier im Aufsatz Der Segen der Sauce (S. 204–208), S. 207. Laut der Anmerkung auf S. 240 wurde der Aufsatz 1948 auf Englisch verfasst und ist in dieser Form zuerst abgedruckt in dem Buch Style and Idea als The Blessing of the Dressing (New York: Philosophical Library, 1950; London: Williams & Norgate, 1951). Norbert von Hannenheim ist hier in einer Aufzählung von Schülern Schönbergs genannt, die Komponisten wurden.
 

1997

László, Ferenc, Das elfte Gebot und der siebenbürgisch-sächsische Komponist, in: Siebenbürgen und das Banat, Sankt Augustin: Academia Verlag, (1997), S. 197 bis 206
 

1999

Frisch, Walter (Hg.), Schoenberg and His World (Bard Music Festival), Princeton, NJ: Princeton University Press, 1999, S. 92 (Hinweis: Dr. Florian Kimm)
 

2006

Floros, Constantin, Neue Ohren für neue Musik. Streifzüge durch die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, Mainz: Schott (ED 9966), April 2006, S. 105
 

2007

Bican, Bianca, Die Zeitschrift „Frühling“ (1920) im regionalen und lokalen publizistischen Kontext. Eine Standortbestimmung, in: Mira Miladinović Zalaznik, Peter Motzan und Stefan Sienerth (Hg.), Benachrichtigen und vermitteln. Deutschsprachige Presse und Literatur in Ostmittel- und Südosteuropa im 19. und 20. Jahrhundert, München: IKGS Verlag, 2007, Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS), Wissenschaftliche Reihe (Literatur- und Sprachgeschichte), hg. von Edgar Hösch, Thomas Krefeld und Anton Schwob, Bd. 110, S. 163–181. Zu Norbert von Hannenheim vgl. S. 170–171 u. 174, zu seinen Brüdern Wilhelm und Stephan (Stefan) passim

László, Ferenc [Francisc], Leverkühn şi Hannenheim, in: Tribuna, Serie noua [Neue Serie], 6. Jg., Nr. 127, Klausenburg [Cluj-Napoca], 16.–31. Dezember 2007, S. 32

László, Ferenc [Francisc], Sibianul Norbert von Hannenheim, singurul discipol al lui Schönberg din România [Der Hermannstädter Norbert von Hannenheim, der einzige Schönberg-Schüler aus Rumänien], in: MUZICA. Revistă editată de Uniunea Compozitorilor şi Muzicologilor din România, Serie nouă. Anul XVIII, Nr. 4 (72), Bucureşti, octombrie-decembrie 2007, S. 153–156
 

2008

Henck, Herbert, Walter Schrenk. Ein Musikkritiker der zwanziger Jahre und sein Grabmal von Theodor Brün, zweiteilige Internet-Publikation, vollständiger Text: Teil 1, Teil 2; hier besonders in Teil 1 (nach Anm. 19) zu Wilhelm Orendt, der Walter Schrenk 1926 in Berlin besuchte, um ihn auf Werke von Hannenheims hinzuweisen; Eingabe ins Internet: Juli 2008

Henke, Matthias, Die Suche nach dem siebenbürgischen Komponisten und seinem Werk [Rezension über das 2007 erschienene Buch über Norbert von Hannenheim], in: Neue Zeitschrift für Musik, 169. Jg., Nr. 3, Mainz: Schott, 2008, S. 80 (Eintrag laut WorldCat, Rezension lag nicht vor)
 

2009

Henck, Herbert, Hermann Heiß. Nachträge einer Biografie, Deinstedt: Kompost-Verlag, 2009, passim. Hierzu Korrekturen und Ergänzungen zur ersten Auflage des Buches

Die Verweise auf von Hannenheim gehen aus dem Register des anfangs genannten Buches auf S. 529 hervor. Einige Nachträge zu Edwin Redslob wurden in das Supplement zu dem Heiß-Buch einbezogen (vgl. z. B. hier); anderes speziell zu von Hannenheim ist dieser ergänzenden Webseite über Hermann Heiß zu entnehmen, sobald man „Hannenheim“ dort als Suchwort eingibt.
 

2010

Henck, Herbert, Else Thalheimer. Lebensweg von Köln nach Tel Aviv, dreiteilige Internet-Publikation; hier zu von Hannenheim in Teil I, Kapitel 3, zwischen dem ersten und zweiten Sternchen
 

2011

Fabricius, Wolf-Harro, Lage und Entwicklung der deutschen Minderheit im Baltikum im Vergleich zu Siebenbürgen, Hochschulschrift Graz, Univ., Diss., 2011, IV + 280 + LXXXIV S,., Kt. – Auf S. 221 Nennung von Stephan von Hannenheim in einer Aufzählung von Dichtern. Hochschulschrift Graz, Univ., Diss., 2011. Link zum Download hier.

Mantzourani, Eva, The Life and Twelve-Note Music of Nikos Skalkottas, Farnham, Surrey, England, Ashgate Publishing Company, © 2011; zu von Hannenheim S. 1, 32, 34, 36, 38, 406 (Register).
 

2012

Henck, Herbert, Heinz Fischer. Ein jüdischer Pianist in Berlin (1903 bis 1942), zweiteilige Internet-Publikation, besonders Teil I: Das Konzert am 15. November 1929
 

2013

Bican, Bianca, Deutschsprachige kulturelle Presse Transsilvaniens. Einblicke in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und in die Zwischenkriegszeit, Reihe: Transkulturelle Forschungen an den Österreich-Bibliotheken im Ausland, hg. von einem Gremium der Klagenfurter, Wiener und Grazer Universität, Bd. 10, Berlin / Zürich (Auslieferung: Münster): LIT-Verlag, © 2013, hier über die Zeitschrift Frühling (1920) in mehreren Abschnitten auf Seite 112–144. (Dieses Buch arbeitet die Zeitschrift Frühling sicherlich am sorgfältigsten auf.)

Phleps, Thomas, Zwölftöniges Theater – „Wiener Schüler“ und Anverwandte in NS-Deutschland. Letzte Klarheit, in: Hartmut Krones (Hg.), Geächtet, verboten, vertrieben. Österreichische Musiker 1934–1938–1945, Reihe: Schriften des Wissenschaftszentrums Arnold Schönberg, Bd. 1, Wien, Köln, Weimar: Böhlau, 2013, S. 211–235. Hier zu von Hannenheim S. 212, 213, 215, 216, 224. Online [Link veraltet, 12.2.2019] (pdf).
 

2014

Eberle, Gottfried, Zwei Komponisten vom Jahrgang 1898. Klaviersonaten von Viktor Ullmann und Norbert von Hannenheim [Besprechung der 2 CDs mit Klaviersonaten von Viktor Ullmann (Nr. 1–7) und Norbert von Hannenheim (Nr. 2, 3, 4, 6, 12); Moritz Ernst, Klavier; eda records 38], in: mr-Mitteilungen („Musica reanimata. Förderverein zur Wiederentdeckung NS-verfolgter Komponisten und ihrer Werke e. V.“), Nr. 84, Berlin, November 2014, S. 15–19 (Freundlicher Hinweis: Dr. Karin Wagner, Linz)
 

2015

Henck, Herbert, Sieben Originalbriefe von Norbert von Hannenheim aus dem Jahre 1935, Internet-Publikation (erste Eingabe: 22. Mai 2015), vollständige Textwiedergabe

Henck, Herbert, Die gedruckten Werke des Norbert von Hannenheim. Eine Bestandsaufnahme, Internet-Publikation (erste Eingabe: Juli 2015), vollständige Textwiedergabe

 

 

 

 

Erste Eingabe ins Internet: Donnerstag, 5. Juli 2007
Letzte Änderung: Dienstag, 12. Februar 2019


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